JETzt: "zt: Kammerwahlen 2026 - Liste Die neuen Ingenieur:innen"
Shownotes
Im Gespräch mit:
DI Wolfgang Kradischnig, Ingenieurkonsulent für Wirtschaftsingenieurwesen im Bauwesen
Transkript anzeigen
00:00:02: Unabhängig planen, prüfen.
00:00:04: Ziviltechnikerinnen und Zivil-Techniker gestalten Zukunft – jetzt!
00:00:10: Kammerwahl, zwanzig, sechsundzwanzig.
00:00:13: Liebe Kolleginnen und Kollegen Ich freue mich sehr über die Möglichkeit im Rahmen dieses Podcasts die Anliegen und Ausrichtung der Wahlwerbendenliste II Die neuen Ingenieurinnen zur Kammerwal zwanzi, sechsunzwanziger in zusammengefasster Form mitteilen zu können.
00:00:32: Mein Name ist Wolfgang Gratischnik, meine Befugnis ist Wirtschaftsingenieurwesen für Bauwesen.
00:00:38: Ich trete nach zwanzig-zwanzig nun heuer – zwanzi-sexundzwanzigg zum zweiten Mal bei der Zivildechnikerinnenkammerwahl in der Sektion der IngenieurkonsulentInnen an gemeinsam mit sechsundzwannzig Kolleginnen und Kollegen.
00:00:53: Warum?
00:00:54: Weil ich überzeugt bin!
00:00:55: Gerade in der heutigen wirtschaftlich angespannten Zeit braucht unser Berufsstand eine starke, zukunftsgerichtete Vertretung die klare Antworten liefert.
00:01:06: Die Kammerwahl ist aus meiner Sicht kein Routineakt – schon alleine deshalb nicht weil sie an alle vier Jahre stattfindet!
00:01:13: Sie isst ob ihrer Tragweite viel mehr ein Moment in dem wir entscheiden wohin wir uns als Berufsgruppe ausrichten und sich damit unsere Berufsruppe hinentwickelt.
00:01:24: Deshalb sehe ich es als zentral an und möchte mit diesem Podcast auch euch, meine Kolleginnen und Kollegen der Ingenieurkonsulentinnen, dafür sensibilisieren.
00:01:35: Für welche Ausrichtung eine wahlwerbende Liste steht?
00:01:38: Und welche Persönlichkeiten dafür einstehen oder bereit sind diese Ausrichtungen aktiv zu vertreten und dafür ehrenamtlich zu arbeiten?
00:01:47: Wies meine Haltung aus der heraus Ich-Kammerarbeit tue!
00:01:51: Es geht auf dieser Ebene nicht um Einzelinteressen sondern darum, die Anliegen zur Zukunftssicherung möglichst vieler Mitglieder zu treffen.
00:01:59: Verschinster Berufsgruppen, großer und kleiner Büros, junger Berufseinsteigerinnen ebenso wie etablierter Unternehmen.
00:02:07: Und es geht darum zugestalten – nicht nur auf Entwicklungen zu reagieren.
00:02:12: Es geht darum glaubwürdig zu sein aber auch beharrlich beim vertreten der Anliege.
00:02:17: Und es geht darum, konsequent zu sein und trotzdem partnerschaftlich mit den anderen gewählten Funktionärinnen gemeinsam strategische Weichenstellungen zu setzen.
00:02:27: Denn davon bin ich fest überzeugt – die Zukunft auf Kamerebene ist eine Teamleistung!
00:02:34: Nach diesen allgemeinen einleitenden Worten zu unserem konkreten Wahlprogramm Wir haben ein übergeordnetes Motor das lautet Faire Honorare unsere Rolle stärken Strukturen bündeln.
00:02:47: Ich möchte daher empfolgenden, ausgehend von was steht auf dem Spiel zu wofür stehen wir kommen.
00:02:54: Das möchte ich unterteilt nach verschiedenen Themenbereichen erläutern – Was steht auf diesem Spiel?
00:03:00: Unser Berufsstand steht unter Druck.
00:03:02: Da spüren die meisten von uns in unserem beruflichen Alltag Billigstpreislogiken, Preistumping und die schleichende Verschiebung und Aushöhlung unserer Rolle.
00:03:13: Obwohl durch die hohe Komplexität vieler Problemstellungen gerade heute eine interdisziplinäre, integrale Vorgangsweise wichtiger denn je ist werden Ingenieurinnen oft erst zu spät eingebunden.
00:03:26: Und gleichzeitig wird dann aber erwartet dass alles was vorverabseumt wurde aufgeholt wird oder sogar gerettet werden muss.
00:03:33: Das ist ungefähr so, als würde man den Statiker holen wenn das Haus bereits architektonisch fertig geplant ist und dann erwarten dass trotzdem die wirtschaftlichste Konstruktion geschaffen wird.
00:03:44: Die Folgen dieser zu späten und nachgelagerten Einbeziehung kennen wir alle höhere Risiken mehr Kosten im Verlauf weniger Qualität.
00:03:52: Wir, die Ingenieur-Konsulentinnen sind keine nachgelagernden Dienstleistungen.
00:04:02: Zu spät, zu billig oder zu wenig ernst genommen wird, wird das Projekt am Ende nicht günstiger sondern riskanter.
00:04:10: Und riskanter heißt am Bau fast immer teurer!
00:04:13: Unsere Rolle stärken.
00:04:15: Warum ist frühe Einbindung so entscheidend?
00:04:18: Weil die wichtigen Entscheidungen am Anfang fallen Tragwerk Energie Nachhaltigkeit Betrieb.
00:04:26: Später kann nur mehr von der zu Beginn geschaffenen Basis wegoptimiert oder repariert werden.
00:04:31: und reparieren ist immer doch hera als richtig, um vorausschauend zu planen.
00:04:35: Wir wollen dort Verantwortung übernehmen, wo sie hingehört – von Anfang an!
00:04:40: Nicht aus Feuerwehr bzw.
00:04:41: Brandlöscher sondern als Mitgestalterinnen.
00:04:45: Faire Honorare Werbeplanung Beratung & Management spart der baut teurer.
00:04:53: Es geht um angemessene Honorare für angemessene Verantwortung.
00:04:56: Qualität braucht Zeit Erfahrung Sorgfalt.
00:05:02: Dumpingangebote gefährden alles, worauf es ankommt – nämlich Qualität, Termine, Kosten und bringen Risiken ins Projekt, die schwer kalkulierbar und vermeidbar werden.
00:05:14: Unser Ansatz ist daher klar.
00:05:16: Unterpreiskriterien mit dem Ausschein von Dumping-Angeboten, die zum Beispiel vom Anbootsmedian zu weit entfernt sind?
00:05:23: Maximal dreißig Prozent Preisgewichtung bei den Zuschlagskriterien Bestbitterprinzip Eine kritische Frage.
00:05:31: Ist das ein Eingriff in den Wettbewerb?
00:05:33: Nein, wir wollen Wett bewerben aber keinen Ruinösen!
00:05:38: Wir wollen nicht Wett-Bewerb verhindern – wir wollen verhinderen dass Qualität systematisch unterboten wird und dann der Logik folgend im Nachhinein durch Glam Management versucht wird den Unterpreis zu kompensieren.
00:05:50: Das generiert im Endeffekt bis auf die Einbezogenen Juristen nur Verlierer Zu Wett Bewerben.
00:05:57: Warum statt reinen Architekturwettbewerben mehr Generalplanerverfahren?
00:06:02: Weil Projekte komplex sind und komplexe Projekten brauchen integrale Teams.
00:06:08: Heute wird technische Expertise oft zu spät eingebracht, unser Ziel früh rein gemeinsam denken, gemeinsam entscheiden.
00:06:16: Wird das komplizierter am Papier vielleicht aber in der Realität wird es einfacher.
00:06:22: Es wird in der Praxis einfacher weil weniger korrigiert werden muss.
00:06:26: Komplexität verschwindet nicht.
00:06:28: Die Frage ist nur, ob wir sie früh lösen oder später teuer bezahlen.
00:06:32: – über Klimaverantwortung.
00:06:35: Welche Rolle spielen wir bei der ökologischen Transformation?
00:06:39: Eine Zentrale!
00:06:40: Decarbonisierung passiert nicht durch Schlagworte sondern durch Technik, Berechnung und Verantwortung.
00:06:48: Man kann CO² nicht einfach wegdiskutieren.
00:06:51: man muss es rechnen und so CO² optimierte Lösungen möglich machen.
00:06:56: Unsere Kompetenz ist genau hier – Energie, Materialien, Gebäude technische Systeme, Lebenszyklus.
00:07:04: Klimaverantwortung entscheidet sich nicht in schönen Worten sondern in belastbaren technischen Lösungen.
00:07:11: Zur Digitalisierung Warum ist Digitalisierung ein Kammerthema?
00:07:15: Weil sie unser Berufsbild verändert!
00:07:19: und datenbasierte Planung, das ist bereits Realität.
00:07:23: Die Frage ist nicht ob das kommt sondern wer gestaltet es?
00:07:26: Die Kammer muss hier Orientierung geben fachlich rechtlich strategisch.
00:07:33: Digitalisierung ist kein Toolthema.
00:07:35: sie ist ein Thema unserer beruflichen Zukunft.
00:07:38: zum Nachwuchs wir brauchen junge Kolleginnen aber diese jungen Kollegen brauchen nicht nur Motivation sondern Perspektiven.
00:07:47: Sie brauchen realistische Rahmenbedingungen, transparente Wege und unternehmerische Chancen.
00:07:54: Nachwuchs überzeugt man nicht mit einem romantisch geschönten Berufsimage sondern durch die Kommunikation attraktiver funktionierender aber auch sinngebender Geschäftsmodelle.
00:08:06: zur Kammerstruktur.
00:08:07: Warum brauchen wir eine schlankere Kama?
00:08:10: Weil in der Ressenvertretung maximal wirksam sein muss!
00:08:13: Heute haben wir zu viel Zersplitterung.
00:08:16: Unser Ziel?
00:08:18: Eine starke, gebündelte Struktur mit klarer gemeinsamer Ausrichtung und Verantwortung.
00:08:24: Und starken regionalen Repräsentanzen die die Themen an die Mitglieder bringen um deren Anliegen auf kurzem Wege bearbeiten.
00:08:32: Geht dabei Nähe verloren?
00:08:34: Nein!
00:08:34: Wir brauchen weniger zur Splitterung aber nicht weniger Nähe.
00:08:39: Erste Schritte in dieser Richtung wie ein gemeinsamer Österreich weiter auftritt mit einer gemeinsamen Website sind getan.
00:08:46: Weitere Schritte sind zu tun.
00:08:48: Über die Regulierung, was braucht es bei Normen und Verfahren?
00:08:53: Es braucht weniger unnötige Komplexität.
00:08:55: Denn mehr regeln heißt nicht automatisch bessere Projekte – oft heisst das nur Mehraufwand!
00:09:02: Die Zivildechnikerinnenkammer hat die Möglichkeit im Gesetz- und Verordnungswertungsprozess mitzuwirken.
00:09:08: Derzeit passiert das in meiner nun mehrjährigen Beobachtung und teilweise Mitwirkungen nicht wirksam genug.
00:09:15: Hier braucht es schlagreftige Strukturen, die genau in diese Richtung wirken.
00:09:20: Derregulierung und gleichzeitig mit einem Fokus auf der Stärkung der Position der Zivildechnikerinnen.
00:09:27: Ich komme hiermit zu meinem Abschlussstatement.
00:09:30: Warum diese Wahl wichtig ist?
00:09:32: Die Kamerarbeit der ZiviltechnikerInnen basiert zu hundert Prozent auf Ehrenamtlichkeit.
00:09:39: Umso wichtiger ist das liebe Kolleginnen und Kollegen dass ihr euch genau anschaut wer vertritt meine Anliegen.
00:09:47: Aber auch wer vertritt sie mit welchem Engagement und welcher Durchsetzungskraft, dass diese auch erfolgsträchtig sind?
00:09:54: Wir die Liste zwei – Die neuen Ingenieurinnen stehen für faire Honorare eine starke Rolle im Planungsprozess, Digitalisierung aktiv gestalten Nachwuchsstärken Und eine schlanke Kammer.
00:10:09: Kurz gesagt weniger Verwalten mehr Gestalten.
00:10:15: Ich trete mit der Liste Zwei die neuen Ingenieurinnen an, weil ich überzeugt bin.
00:10:19: Unser Berufsstand hat mehr Potenzial als wir derzeit nutzen und ich bitte um euer Vertrauen und eure Stimme für die Liste zwei – Die Neuen Ingenieurinnen!
00:10:29: Gerne könnt ihr bei Interesse auch unsere Website besuchen, euch darüber informieren welche Persönlichkeiten auf unserer Liste kandidieren und weitere Informationen zum Wahlprogramm einholen.
00:10:41: Die Zivildechnikerin Kammerwahl hat erfahrungsgemäß eine niedrige Wahlbeteiligung.
00:10:46: Nutzt bitte euer Stimm und euer Mitspracherecht, damit eure Anliegen auch auf einer breiten Ebene zur Umsetzung kommen können!
00:10:56: Und ich bedanke mich sehr herzlich für das Interesse und die Zuhörzeit.
Neuer Kommentar